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Das Darknet – ein Blick hinter die Kulissen

Stellen Sie sich vor, Sie lesen eine Schlagzeile: „Polizei schaltet 373.000 Darknet-Seiten ab – betrieben von einem einzigen Täter.“ Was klingt wie der Plot eines Thrillers, ist im März 2026 […]

Marc Oliver Thoma

28.05.2026 · 3 Min Lesezeit

Stellen Sie sich vor, Sie lesen eine Schlagzeile: „Polizei schaltet 373.000 Darknet-Seiten ab – betrieben von einem einzigen Täter.“ Was klingt wie der Plot eines Thrillers, ist im März 2026 tatsächlich passiert. Die Operation „OP Alice“ des Bayerischen Landeskriminalamts hat eindrucksvoll gezeigt, dass das Darknet nach wie vor ein Ort ist, an dem Kriminelle ihr Unwesen treiben – und gleichzeitig, dass die Strafverfolgungsbehörden dort längst nicht mehr hilflos agieren.

Doch was genau ist eigentlich dieses Darknet? Vereinfacht gesagt handelt es sich um einen Teil des Internets, welcher nicht über Suchmaschinen wie Google erreichbar ist. Über das sogenannte Tor-Netzwerk wird dafür gesorgt, dass Benutzer und Server zwar miteinander kommunizieren können – aber nicht wissen, wer der andere ist oder wo er sich befindet.

Wie kommt man ins Darknet?

Um ins Tor-Netzwerk zu gelangen, benötigt man den Tor Browser – eine speziell angepasste Version des Firefox-Browsers, welche kostenlos über die Projekt-Website heruntergeladen werden kann. Der Browser anonymisiert den Datenverkehr über mehrere Zwischenstationen – das sogenannte Onion-Routing. Der englische Begriff „Onion“ – zu Deutsch: Zwiebel – verdeutlicht das Prinzip: Die Daten werden in mehrere Verschlüsselungsschichten gehüllt und über verschiedene Server weitergeleitet, sodass am Ende niemand mehr nachvollziehen kann, woher sie stammen.