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Deutlicher Rückgang bei Betrugsanrufen und Fake-SMS

Die Zahl der Beschwerden über betrügerische Anrufe und SMS ist 2025 deutlich gesunken. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, gingen im vergangenen Jahr 85.158 Meldungen zu Rufnummernmissbrauch ein – fast die Hälfte weniger als 2024, als mit 154.624 Beschwerden ein Rekordwert erreicht wurde. Trotz des erfreulichen Rückgangs bleiben Betrugsversuche per Telefon und Nachricht ein ernstes Problem.

Marc Oliver Thoma

05.03.2026 · 1 Min Lesezeit

Besonders verbreitet sind weiterhin betrügerische Paket-SMS, bei denen angebliche Zollgebühren gefordert werden, sowie der sogenannte Enkeltrick, bei dem sich Kriminelle als Familienmitglieder ausgeben.

Die Bundesnetzagentur reagierte mit harten Maßnahmen: Rund 6.200 Rufnummern wurden abgeschaltet, für gut 2.000 weitere verhängte die Behörde Verbote zur unrechtmäßigen Geldforderung. Einen möglichen Grund für den Beschwerderückgang sehen Experten in neuen Schutzsystemen der Mobilfunkanbieter. Vodafone und Telekom haben Spam-Warner eingeführt, die vor verdächtigen Nummern warnen. Allein Vodafone verschickte 50 Millionen Betrugswarnungen. Behördenpräsident Klaus Müller betont, dass man weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen sei. Die Warnsysteme zeigen offenbar Wirkung: Nutzer nehmen gewarnten Anrufe deutlich seltener an und werden generell vorsichtiger im Umgang mit unbekannten Kontakten.