News

Apple gibt iCloud-Nutzerdaten an FBI weiter

Wer glaubt, mit Apples iCloud+-Funktion „E-Mail-Adresse verbergen“ anonym zu kommunizieren, könnte sich täuschen. Wie das investigative IT-Blog 404 Media unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtet, hat Apple im Rahmen einer behördlichen […]

Marc Oliver Thoma

30.04.2026 · 2 Min Lesezeit

Wer glaubt, mit Apples iCloud+-Funktion „E-Mail-Adresse verbergen“ anonym zu kommunizieren, könnte sich täuschen. Wie das investigative IT-Blog 404 Media unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtet, hat Apple im Rahmen einer behördlichen Anordnung Nutzerdaten an das FBI herausgegeben. Im konkreten Fall hatte ein Mann namens Alden R. über den Dienst Drohungen an Alexis Wilkins verschickt – die Partnerin von FBI-Chef Kash Patel. Da R. den Service irrtümlich für anonym hielt, wähnte er sich in Sicherheit. Doch Apple übermittelte auf Anfrage der Strafverfolgungsbehörden nicht nur seinen Namen und seine echte iCloud-E-Mail-Adresse, sondern auch, dass er insgesamt 134 E-Mail-Aliase erstellt hatte.

Apple vermarktet „E-Mail-Adresse verbergen“ ausdrücklich nicht als Anonymisierungsdienst, sondern primär als Schutz vor Spam. Dennoch wirbt das Unternehmen damit, die persönliche E-Mail-Adresse „privat zu halten“. Der Service ist ab 99 Cent monatlich über iCloud+ verfügbar und in Apples Mail-App sowie im Login-System „Mit Apple anmelden“ integriert.