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Bayerns Behörden verzeichnen massiven Anstieg von Cyberangriffen

Die Bedrohung durch Cyberkriminalität in Bayern erreicht einen neuen Höchststand. Laut dem aktuellen Lagebericht zur Cybersicherheit registrierte die bayerische Polizei im vergangenen Jahr 49.468 Fälle – ein Anstieg von 1,7 […]

Marc Oliver Thoma

17.09.2026 · 2 Min Lesezeit

Die Bedrohung durch Cyberkriminalität in Bayern erreicht einen neuen Höchststand. Laut dem aktuellen Lagebericht zur Cybersicherheit registrierte die bayerische Polizei im vergangenen Jahr 49.468 Fälle – ein Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warnte dabei vor einer weiteren Zunahme: „Wir gehen eher von einer weiteren Steigerung aus.“ Besonders besorgniserregend ist der wachsende Einfluss ausländischer Nachrichtendienste. Russland, China und Nordkorea seien laut Herrmann die Hauptverursacher politisch motivierter Angriffe auf bayerische Behörden, Unternehmen und kritische Infrastruktur. „Die hybride Bedrohung durch Spionage, Sabotage, Desinformation und Cyberangriffe hat ein nie gekanntes Level erreicht“, betonte der Minister. Das Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bearbeitete im Vorjahr rund 6.000 sicherheitsrelevante Vorfälle – ein Anstieg von zehn Prozent. Finanzminister Albert Füracker (CSU) hob hervor, dass Angriffe „spürbar schneller und komplexer“ geworden seien. Die Strafverfolgung gestaltet sich schwierig, da 72 Prozent der Täter im Ausland sitzen. Justizminister Georg Eisenreich (CSU) betonte deshalb die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit mit Behörden wie Interpol und Europol. Experten gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus.

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