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Betrüger nutzen neue EU-Krypto-Vorschriften für Phishing-Attacken

Derzeit kursieren gefährliche Phishing-Mails, die angeblich vom Bundeszentralamt für Steuern stammen und Besitzer von Kryptowährungen ins Visier nehmen. Die Betrüger behaupten darin, es seien Abweichungen bei Krypto-Angaben festgestellt worden, und fordern die Empfänger auf, ihre Krypto-Konten innerhalb von fünf Werktagen zu überprüfen.

Marc Oliver Thoma

05.02.2026 · 1 Min Lesezeit

Die Masche nutzt geschickt die erst kürzlich in Kraft getretene EU-Richtlinie DAC 8 aus, die seit Heiligabend 2024 in Deutschland gilt. Diese verpflichtet tatsächlich Krypto-Dienstleister zur Meldung steuerrelevanter Daten. Die Phishing-Mails bauen mit dieser echten Gesetzeslage massiven Druck auf und drohen mit Geldbußen bis 50.000 Euro oder sogar Freiheitsstrafen wegen Steuerhinterziehung.

Über eine Schaltfläche sollen Nutzer zur vermeintlichen Datenüberprüfung auf Elster weitergeleitet werden – tatsächlich landen sie auf einer Betrugsseite. Auf Desktop-Computern erfolgt eine Umleitung zu web.de, um Sicherheitsanalysen zu erschweren.

Mehrere Anzeichen entlarven den Betrug: Die tatsächliche Absenderadresse hat nichts mit Steuerbehörden zu tun, der Text enthält Rechtschreibfehler und die verlinkte URL ist kryptisch verkürzt. Experten raten, solche Mails umgehend zu löschen. Das Bundeszentralamt für Steuern wird regelmäßig für derartige Betrugsversuche missbraucht.