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BSI warnt vor hunderten veralteten Zimbra-Servern in Deutschland

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schlägt Alarm: Rund 40 Prozent der etwa 1.500 Zimbra-Server in Deutschland laufen mit veralteter und verwundbarer Software. Das CERT-Bund weist darauf hin, dass die Situation bei der Exchange-Alternative Zimbra zwar besser sei als bei Microsoft-Servern, jedoch keineswegs zufriedenstellend.

Marc Oliver Thoma

05.02.2026 · 1 Min Lesezeit

Besonders kritisch sind zwei aktuelle Sicherheitslücken in den Zimbra-Versionen 10.0 und 10.1. Die File-Inclusion-Schwachstelle CVE-2025-68645 ermöglicht Angreifern ohne Anmeldung das Einbinden beliebiger Dateien über den API-Endpunkt. Mit einem CVSS-Wert von 8.8 gilt sie als hochriskant. Eine weitere Stored-Cross-Site-Scripting-Lücke in der Classic-Benutzeroberfläche kann über manipulierte HTML-E-Mails ausgenutzt werden.

Beide Sicherheitslücken wurden in den Zimbra-Versionen 10.0.18 und 10.1.13 vom November bereits geschlossen. Dennoch nutzen offenbar nur 60 Prozent der deutschen Zimbra-Server diese aktuellen Versionen. Das BSI appelliert eindringlich an Administratoren, ihre Systeme umgehend zu aktualisieren. Die Behörde hatte bereits im Oktober vor über 30.000 veralteten Exchange-Servern in Deutschland gewarnt und setzt ihre Bemühungen nun bei alternativen Groupware-Lösungen fort.