Ein Ransomware-Angriff auf die Werkstatt Bremen hat auch die IT-Systeme der polizeilichen Beweisstückstelle lahmgelegt. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber Radio Bremen und dem „Weser Kurier“ bestätigte, laufen bereits Ermittlungen zu dem Vorfall. Die Werkstatt Bremen fungiert als Dienstleister und betreut die Computertechnik der Beweisstückstelle, in der Tatwerkzeuge, Kleidung von Opfern sowie Waffen wie Messer verwahrt werden.
Die konkreten Auswirkungen des Angriffs sind noch unklar und müssen erst ermittelt werden. Nach ersten Erkenntnissen wurden jedoch keine personenbezogenen Daten abgegriffen. Die reguläre Polizeiarbeit sei von dem Vorfall nicht betroffen, so die Sprecherin. Laut „buten un binnen“ wurden durch den Angriff große Teile der IT-Infrastruktur der Werkstatt Bremen außer Betrieb gesetzt. Computer ließen sich nicht mehr starten, elektronische Kommunikation sei kaum noch möglich. Bei der Werkstatt Bremen, die zahlreiche Menschen mit Beeinträchtigungen beschäftigt, herrscht derzeit digitaler Stillstand.