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Das Fundament der Cyberresilienz: Warum ohne reife IT-Prozesse jede Firewall nutzlos ist

Unternehmen investieren heute massiv in die digitale Verteidigung. Der Markt bietet leistungsstarke Lösungen: KI-gestützte Bedrohungserkennung, Cloud Access Security Broker und moderne E-Mail-Schutzsysteme. Doch trotz dieser Rüstung erleben wir immer wieder, dass die Sicherheit an elementaren Schwachstellen zusammenbricht. Der Grund ist selten die mangelnde Leistungsfähigkeit der Technologie, sondern die mangelnde Reife der organisatorischen Prozesse, die diese Technologie steuern sollen.

Andreas Hessel

05.02.2026 · 4 Min Lesezeit

Informationssicherheit ist im 21. Jahrhundert keine rein technische Herausforderung mehr; sie ist primär eine Frage der IKT-Governance. Regulatorische Vorgaben wie die NIS2-Richtlinie oder die DORA-Verordnung zwingen Organisationen nicht nur zur Implementierung von Kontrollen, sondern auch zur nachweisbaren Wirksamkeit dieser Kontrollen. Und diese Wirksamkeit ist ohne stabile, dokumentierte und gelebte IT-Prozesse schlicht nicht zu erbringen.

Ein Unternehmen kann nur dann wirklich resilient sein, wenn es die interne Komplexität beherrscht und jederzeit schnell und korrekt auf Veränderungen reagieren kann. Diese Fähigkeit bezeichnen wir als IT-Prozessreife – und sie ist das unentbehrliche Fundament jeder erfolgreichen Sicherheitsstrategie.