Best-Practice

Der 72-Stunden-Ransomware-Test: Als das Krankenhaus im Chaos versank

Wie eine simulierte Ransomware-Attacke einem Klinikum die Augen öffnete – ein Erfahrungsbericht über unbequeme Wahrheiten, überraschende Schwachstellen und die Erkenntnis, dass Papier sehr geduldig ist

Andreas Hessel

05.03.2026 · 11 Min Lesezeit

Hinweis: Dieser Artikel beschreibt ein fiktives Szenario. Das Klinikum Bergstadt, Dr. Michael Weber, Dr. Sarah Klein und alle weiteren genannten Personen und Institutionen existieren nicht. Die dargestellte Simulation und ihre Erkenntnisse basieren jedoch auf realen Erfahrungen aus vergleichbaren Ransomware-Tests in verschiedenen Organisationen. Die geschilderten Probleme und Lösungsansätze sind authentisch und übertragbar auf Ihre eigene Praxis.

Es ist Montagmorgen, 6:47 Uhr

Dr. Michael Weber, IT-Leiter des Klinikums Bergstadt, einem Krankenhaus der Regelversorgung mit 380 Betten, starrt ungläubig auf seinen Bildschirm. Rote Warnmeldungen überall. Die Systeme melden verschlüsselte Dateien. Das Krankenhausinformationssystem ist nicht erreichbar. Die Erpressernachricht prangt auf dutzenden Monitoren: „Your files are encrypted. Pay 2.5 Bitcoin within 72 hours.“