Stellen Sie sich vor, Ihr KI-Assistent könnte auf Knopfdruck Ihre E-Mails durchsuchen, Datenbankabfragen starten, Dokumente bearbeiten und nebenbei noch Ihren Kalender organisieren. Klingt nach einem Traum für jede überlastete IT-Abteilung. Genau das verspricht das Model Context Protocol (MCP), das Anthropic Ende 2024 als offenen Standard veröffentlicht hat. Innerhalb eines Jahres haben OpenAI, Google, Microsoft und tausende Entwickler weltweit dieses Protokoll übernommen. MCP ist sozusagen der USB-C-Anschluss für KI geworden, eine universelle Schnittstelle, über die KI-Systeme auf externe Werkzeuge, Datenbanken und Dienste zugreifen können.
Die Zahlen sprechen für sich. Über 5.800 MCP-Server sind bereits verfügbar, die monatlichen SDK-Downloads liegen bei über 97 Millionen. Schätzungen zufolge werden bis Ende 2026 die meisten Unternehmen MCP in irgendeiner Form einsetzen. Das Protokoll löst ein echtes Problem, denn bislang musste für jede KI-Integration eine individuelle Anbindung programmiert werden. MCP macht damit Schluss und bietet einen standardisierten Weg, der den Entwicklungsaufwand drastisch reduziert.