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Europol zerschlägt Cyberkriminellen-Netzwerk mit 40.000 SIM-Karten

Europol und Eurojust haben im Rahmen der Operation „Simcartel“ einen international agierenden Betrügerring zerschlagen, der in der EU Schäden von rund fünf Millionen Euro verursacht hat.

Marc Oliver Thoma

13.11.2025 · 1 Min Lesezeit

Bei der groß angelegten Aktion wurden fünf Personen festgenommen, Server beschlagnahmt sowie 40.000 aktive SIM-Karten und vier Luxusfahrzeuge sichergestellt. Das Herzstück der kriminellen Infrastruktur bildete ein ausgeklügeltes Telekommunikationsnetzwerk, über das die Täter ihre betrügerischen Aktivitäten koordinierten. Die Kriminellen boten ihre Dienste professionell über eine Website an und ermöglichten damit auch anderen Betrügern, das System für illegale Zwecke zu nutzen. Der Schwerpunkt der Straftaten konzentrierte sich auf Österreich und Lettland.

Mit den SIM-Karten führten die Täter unter anderem den sogenannten Enkeltrick durch, erstellten gefälschte Accounts auf Secondhand-Plattformen und betrieben Phishing-Websites, die Banken und Online-Shops imitierten. Teilweise gaben sich die Betrüger sogar als Polizeibeamte aus, um ihre Opfer zu täuschen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler wurden über das Netzwerk mehr als 49 Millionen Fake-Accounts erstellt. An den Ermittlungen waren neben Europol auch Behörden aus Estland, Finnland, Lettland und Österreich beteiligt. Die Untersuchungen zum vollständigen Ausmaß der kriminellen Machenschaften dauern an.