Schutzfunktion

Freiwillig, aber nicht frei? Datenschutz im Ungleichgewicht

Datenschutz entfaltet seine Wirkung nicht nur in klassischen Vertragsverhältnissen, in denen sich die Beteiligten auf Augenhöhe begegnen – etwa beim Kaufvertrag zwischen gleichberechtigten Marktteilnehmern. Seine besondere Bedeutung zeigt sich vielmehr dort, wo ein strukturelles Ungleichgewicht besteht und personenbezogene Daten nicht freiwillig, sondern faktisch zwingend preisgegeben werden müssen.

Anna Mauch

16.03.2026 · 5 Min Lesezeit

Wo Datenschutz besonders schützt

Gerade in solchen Konstellationen übernimmt Datenschutz eine ausgeprägte Schutzfunktion. Er begrenzt nicht nur, welche Daten erhoben werden dürfen, sondern auch, zu welchen Zwecken sie verarbeitet und weiterverwendet werden können. Datenschutz wirkt hier als rechtliches Korrektiv, das Machtungleichgewichte ausgleicht und die informationelle Selbstbestimmung absichert. Maßgeblich ist dabei stets, ob die Datenverarbeitung erforderlich und verhältnismäßig ist. Typische Konstellationen, in denen Datenschutz eine ausgeprägte Schutzfunktion übernimmt, sind:

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