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Internationaler Schlag gegen Proxy-Botnet „SocksEscort“

Internationale Strafverfolgungsbehörden haben im Rahmen der „Operation Lightning“ einen massiven Schlag gegen das kriminelle Proxy-Botnet „SocksEscort“ geführt. Wie Europol mitteilt, bestand das Netzwerk aus mehr als 369.000 kompromittierten Routern und […]

Marc Oliver Thoma

05.02.2026 · 2 Min Lesezeit

Internationale Strafverfolgungsbehörden haben im Rahmen der „Operation Lightning“ einen massiven Schlag gegen das kriminelle Proxy-Botnet „SocksEscort“ geführt. Wie Europol mitteilt, bestand das Netzwerk aus mehr als 369.000 kompromittierten Routern und IoT-Geräten in 163 Ländern. Die Ermittlungen hatten im Juni 2025 begonnen, nachdem das Botnet entdeckt worden war.

Bei der koordinierten Aktion vom Mittwoch nahmen die Behörden 34 Domains vom Netz und beschlagnahmten 23 Server in sieben Ländern. Die USA froren zudem Kryptowährungen im Wert von 3,5 Millionen US-Dollar ein. Europol schätzt, dass über eine anonyme Zahlungsplattform mehr als 5 Millionen Euro von Kunden des illegalen Proxy-Dienstes geflossen sind. „SocksEscort“ hatte seinen Kunden mehr als 35.000 Proxies angeboten, mit denen diese ihre eigene IP-Adresse verschleierten, während sie Ransomware verteilten, DDoS-Angriffe starteten oder kindesmissbrauchliches Material verbreiteten. Die betroffenen Heimrouter wurden dabei über eine Schwachstelle einer bestimmten, bislang ungenannten Marke infiziert.