Tool-Tipp

Pi-hole – das schwarze Loch für Werbung und Schadsoftware

Stellen Sie sich vor, ein Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen ruft eine seriöse Nachrichtenseite auf und fängt sich dabei Schadsoftware ein – ohne etwas angeklickt zu haben. Klingt unwahrscheinlich? Ist es […]

Marc Oliver Thoma

16.04.2026 · 3 Min Lesezeit

Stellen Sie sich vor, ein Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen ruft eine seriöse Nachrichtenseite auf und fängt sich dabei Schadsoftware ein – ohne etwas angeklickt zu haben. Klingt unwahrscheinlich? Ist es leider nicht. Sogenanntes Malvertising, also die Verbreitung von Schadsoftware über manipulierte Werbeanzeigen, ist eine reale und wachsende Bedrohung. Genau hier kommt ein kleines, aber erstaunlich wirkungsvolles Tool ins Spiel: Pi-hole.

Was ist Pi-hole?

Pi-hole ist eine kostenlose Open-Source-Software, die als DNS-Server in ein bestehendes Netzwerk eingebunden wird. Um zu verstehen, was Pi-hole macht, muss man kurz verstehen, was DNS ist: Das Domain Name System (kurz: DNS) ist so etwas wie das Telefonbuch des Internets. Wenn Sie eine Webadresse wie google.de in Ihren Browser eingeben, fragt Ihr Computer zunächst einen DNS-Server, welche IP-Adresse sich hinter diesem Namen verbirgt. Erst dann kann die Verbindung hergestellt werden.

Pi-hole schaltet sich genau in diesen Prozess ein. Bevor eine DNS-Anfrage an das Internet weitergeleitet wird, prüft Pi-hole, ob die angefragte Domain auf einer Sperrliste steht. Ist das der Fall – etwa weil es sich um einen bekannten Werbeserver, einen Tracker oder eine Phishing-Seite handelt –, gibt Pi-hole einfach eine leere Antwort zurück. Die Anfrage läuft sozusagen ins Leere – in ein schwarzes Loch. Daher auch der Name: Pi-hole.