Was jetzt folgt, kennen Experten allzu gut: Panikentscheidungen, falsche Prioritäten, tagelange Ausfälle. In einem realen Fall aus Euskirchen im Jahr 2025 kostete ein solcher Angriff zwei Millionen Euro Umsatzverlust innerhalb von zwei Wochen – am Ende stand die Insolvenz. Business Continuity Management (BCM) ist in vielen deutschen Unternehmen kein strategisches Führungsinstrument, sondern ein Compliance-Dokument ohne Lebensbezug. Das ist gefährlich. Und angesichts einer veränderten Regulatorik wird es teuer.
Was BCM wirklich bedeutet – und was es nicht ist
Business Continuity Management (BCM) wird häufig mit IT-Notfallplanung gleichgesetzt. Das ist ein Irrtum. BCM ist ein ganzheitlicher Managementprozess. Sein Ziel: sicherstellen, dass eine Organisation ihre kritischen Geschäftsprozesse auch bei schwerwiegenden Störungen aufrechterhalten oder schnell wiederherstellen kann – ob durch Cyberangriff, Stromausfall, Naturkatastrophe, Personalausfall oder unterbrochene Lieferkette. Ein vollständiges Business Continuity Management System adressiert vier Szenarien: IT-Systemausfall, Gebäudeausfall, Personalausfall und Lieferantenausfall. Die Praxis zeigt, dass viele Unternehmen allenfalls das erste Szenario im Blick haben – und dabei oft nur die Wiederherstellung von Daten meinen, nicht die Aufrechterhaltung von Geschäftsprozessen.