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KI-Betrug: Deutsche überschätzen ihre Fähigkeit, Deepfakes zu erkennen

Eine Sonderauswertung des Cybersicherheitsmonitors von BSI und der polizeilichen Kriminalprävention (ProPK) deckt alarmierende Wissenslücken auf: Obwohl fast die Hälfte der deutschen Internetnutzer angibt, KI-generierte Inhalte erkennen zu können, überprüft nur […]

Marc Oliver Thoma

15.05.2026 · 2 Min Lesezeit

Eine Sonderauswertung des Cybersicherheitsmonitors von BSI und der polizeilichen Kriminalprävention (ProPK) deckt alarmierende Wissenslücken auf: Obwohl fast die Hälfte der deutschen Internetnutzer angibt, KI-generierte Inhalte erkennen zu können, überprüft nur eine Minderheit verdächtige Inhalte tatsächlich. Sieben von zehn Befragten sind online bereits KI-generierten Bildern oder Videos begegnet, bei unter 30-Jährigen sind es sogar neun von zehn. Dennoch hat ein Drittel der Deutschen noch nie eine gängige Verifizierungsmethode genutzt. Lediglich 28 Prozent achteten auf grafische Unstimmigkeiten wie fehlerhafte Schatten oder deformierte Gliedmaßen, nur 19 Prozent überprüften die Verlässlichkeit einer Quelle. Besonders gefährlich ist die Kombination aus Selbstüberschätzung und wachsendem KI-Betrug im Finanzbereich. Kriminelle setzen dabei auf Deepfakes prominenter Persönlichkeiten, die in täuschend echten Videos für dubiose Kryptowährungen werben. Die Zahlen sprechen für sich: 15 Prozent der Befragten haben in Kryptowährungen investiert, von diesen ist fast jeder Dritte auf ein betrügerisches Angebot hereingefallen. BSI-Präsidentin Claudia Plattner betont, Medienkompetenz im Umgang mit KI sei heute unverzichtbar. Die Bevölkerung fordert derweil konsequentes staatliches Handeln – darunter schnelleres Eingreifen bei betrügerischen Webseiten und eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte. Die Umfrage basiert auf mehr als 3.000 repräsentativ befragten Personen.

Microsoft Office 2021: Support-Ende naht – keine Verlängerung möglich

Microsoft hat Administratoren und Unternehmen erneut daran erinnert, dass der Support für Office 2021 sowie LTSC 2021 am 13. Oktober 2026 endgültig ausläuft. Ab diesem Datum stellt Microsoft keinerlei Sicherheitsupdates, Fehlerkorrekturen oder technischen Support mehr bereit – weder telefonisch noch per Chat. Auch die Online-Hilfe wird nicht weiter gepflegt. Der Stichtag fällt zusammen mit dem endgültigen Support-Ende für Windows 10, das damit gleich zwei bedeutende Microsoft-Produkte gleichzeitig betrifft. Besonders brisant: Anders als bei Windows 10 bietet Microsoft für Office 2021 kein erweitertes Supportprogramm (Extended Security Updates, ESU) an. Betroffene Nutzer und Organisationen können sich also keine zusätzlichen Sicherheitsupdates erkaufen. Laut Microsoft funktionieren die Office-2021-Apps zwar weiterhin, doch setzen sich Anwender dabei ernsthaften Sicherheitsrisiken aus – darunter Viren, Spyware und andere Schadsoftware.