Best Practice

Notfallplan oder Schaufensterdeko?

Irgendwo in einem Schrank Ihres Unternehmens liegt vermutlich ein Dokument, das sich Notfallhandbuch, Business Continuity Plan oder Betriebsfortführungskonzept nennt. Es ist möglicherweise sogar gebunden. Es hat bestimmt ein Deckblatt mit […]

Andreas Hessel

30.04.2026 · 6 Min Lesezeit

Irgendwo in einem Schrank Ihres Unternehmens liegt vermutlich ein Dokument, das sich Notfallhandbuch, Business Continuity Plan oder Betriebsfortführungskonzept nennt. Es ist möglicherweise sogar gebunden. Es hat bestimmt ein Deckblatt mit Logo. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es im echten Notfall irgendjemanden handlungsfähig macht, ist ungefähr so groß wie die Chance, dass Ihr Drucker dann funktioniert.

Das ist kein Vorwurf. Das ist die ehrliche Beschreibung einer Realität, die ich in fast jeder Organisation antreffe, die ich in den letzten Jahren begleitet habe. Business Continuity Management (BCM) wird oft genau so betrieben, wie es in keinem Lehrbuch stehen sollte: als einmaliges Projekt, das am Ende ein Dokument produziert und danach in der Schublade verschwindet, bis es beim nächsten Audit kurz hervorgekramt und wieder weggelegt wird.