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Stille SMS: Bundesregierung bricht Schweigen – aber Transparenz bleibt lückenhaft

Nach jahrelanger vollständiger Geheimhaltung macht die Bundesregierung wieder Angaben zum Einsatz sogenannter stiller SMS. Aus einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion geht hervor, dass die Bundespolizei im zweiten Halbjahr […]

Marc Oliver Thoma

06.08.2026 · 2 Min Lesezeit

Nach jahrelanger vollständiger Geheimhaltung macht die Bundesregierung wieder Angaben zum Einsatz sogenannter stiller SMS. Aus einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion geht hervor, dass die Bundespolizei im zweiten Halbjahr 2025 nur noch 6.605 dieser unsichtbaren Ortungsnachrichten in strafprozessualen Ermittlungsverfahren versandt hat – ein historischer Tiefstand. Zum Vergleich: 2021 waren es noch knapp 48.000, das Bundeskriminalamt (BKA) verschickte damals sogar über 68.000 solcher Nachrichten.

Stille SMS sind Kurznachrichten, die auf dem Zielgerät nicht erscheinen, aber eine unsichtbare Verbindung zur nächsten Funkzelle auslösen. Ermittler können darüber Standorte bestimmen und Bewegungsprofile erstellen. Dass die Methode nun stark rückläufig ist, deutet darauf hin, dass Behörden zunehmend auf modernere Überwachungsinstrumente setzen, über deren Einsatz die Öffentlichkeit jedoch kaum informiert wird.