In einem mittelständischen Unternehmen versucht der IT-Leiter gerade, sich einen Überblick über die Systeme zu verschaffen. Zuerst fällt auf, dass das Buchhaltungsprogramm nicht mehr startet. Dann meldet sich der Produktionsleiter: „Das Netzwerk ist tot.“ Sekunden später kommt der nächste Anruf. Und der nächste. Innerhalb weniger Minuten steht alles still. Auf einigen Bildschirmen erscheint ein roter Bildschirm mit einer Lösegeldforderung. Auf anderen: gar nichts mehr. Was keiner weiß – und was sich erst Wochen später vollständig aufklären wird: Das Unternehmen ist Opfer von NotPetya geworden, einem der zerstörerischsten Cyberangriffe der letzten Dekade.
Dieser Vorfall ist kein Einzelfall. Er ist Teil einer globalen Angriffswelle, die am 27. Juni 2017 begann und Tausende Organisationen in über 100 Ländern lahmlegte. Und das Erschreckende daran: Das Ziel von NotPetya war nicht, Geld zu verdienen. Die Lösegeldforderung war nur ein Vorwand, um das eigentliche Ziel, eine maximale Zerstörung von Daten, zu verschleiern.
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