Es ist Mittwoch, 13:30 Uhr. Beim Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens mit ca. 150 Mitarbeitenden klingelt das Telefon. Die Sekretärin fragt den Chef deutlich verwundert, ob sie einen Mitarbeiter des deutschen Verfassungsschutzes durchstellen darf. Der Chef ebenfalls sehr perplex nimmt das Gespräch selbstverständlich an. Was dann folgt, hört sich eher nach Hollywood an als nach deutscher Provinz. Hacker im Auftrag von Nordkorea haben das Unternehmen ins Visier genommen und mit hoher Wahrscheinlichkeit schon Zugriff auf sensible Daten erhalten – aber wie konnte es so weit kommen und warum ausgerechnet dieses kleine mittelständisch Unternehmen? Rund 7.000 Personen arbeiten für das nordkoreanische Regime als Cyberkriminelle, und sie haben 2025 einen neuen Höhepunkt erreicht: Allein im ersten Halbjahr 2025 erbeuteten nordkoreanische Hacker 1,6 Milliarden US-Dollar.
+1


