Bestandsaufnahme

Unternehmens-Check: Wie gut ist Ihr Unternehmen aufgestellt?

Den eigenen Wissensstand haben Sie geprüft – jetzt ist Ihr Unternehmen an der Reihe. Denn neue Anforderungen zu kennen ist das eine. Entscheidend ist, ob sie im Arbeitsalltag auch ankommen: Sind Zuständigkeiten geklärt? Werden die richtigen Stellen rechtzeitig eingebunden? Und funktionieren die Abläufe, wenn mehrere Bereiche zusammenarbeiten müssen?

Dr. Anna-Kathrin Mauch

06.10.2026 · 2 Min Lesezeit

So gut ist Ihr Unternehmen aufgestellt

Mit der folgenden Checkliste nehmen Sie Organisation, Prozesse und Zusammenarbeit unter die Lupe. Prüfen Sie, was bereits gut funktioniert – und wo noch Handlungsbedarf besteht.

Dabei geht es nicht darum, einzelne gesetzliche Anforderungen erneut abzufragen. Im Mittelpunkt steht die praktische Umsetzung: Wer übernimmt Verantwortung? Wie gelangen neue Projekte zu den zuständigen Stellen? Und wie arbeiten Datenschutz, IT, Informationssicherheit, Compliance und Fachbereiche zusammen?

Nutzen Sie das Ergebnis anschließend als Ausgangspunkt für konkrete Verbesserungen. Schon kleine Anpassungen an bestehenden Beschaffungs-, Freigabe- oder Abstimmungsprozessen können helfen, neue Anforderungen frühzeitig zu erkennen und verlässlich in den Unternehmensalltag zu integrieren.

Hinweis: Die Checkliste dient der ersten Orientierung und ersetzt keine rechtliche Prüfung oder ein Audit.

Bewerten Sie jede Aussage mit:

Ja Teilweise Nein

Auswertung

Ja = 2 Punkte, Teilweise = 1 Punkt, Nein = 0 Punkte

51–60 Punkte: Bleiben Sie am Ball

Ihr Unternehmen verfügt bereits über klare Verantwortlichkeiten und etablierte Abläufe für neue Digitalthemen. Die relevanten Bereiche stimmen sich frühzeitig und strukturiert miteinander ab.

Ruhen Sie sich darauf aber nicht aus: Prüfen Sie regelmäßig, ob neue regulatorische Entwicklungen Anpassungen erfordern und ob die festgelegten Prozesse auch in der Praxis funktionieren. Achten Sie besonders auf einzelne Aussagen, die Sie noch mit „Teilweise“ oder „Nein“ beantwortet haben.

39–50 Punkte: Schließen Sie einzelne Lücken

Viele wichtige Strukturen und Prozesse sind bereits vorhanden. An einzelnen Stellen gibt es aber noch Lücken.

Schauen Sie sich insbesondere Ihre „Teilweise“- und „Nein“-Antworten an: Sind Verantwortlichkeiten noch nicht eindeutig geregelt? Fehlen feste Abstimmungswege? Oder greifen bestehende Prüf- und Freigabeprozesse noch nicht bei allen Digitalprojekten? Setzen Sie dort an, wo sich mit überschaubarem Aufwand klare Verbesserungen erreichen lassen.

24–38 Punkte: Gehen Sie die wichtigsten Lücken an

Ihr Unternehmen hat erste Strukturen geschaffen, bei der praktischen Umsetzung bestehen jedoch noch deutliche Lücken. Dadurch besteht das Risiko, dass Ihr Unternehmen neue Anforderungen zu spät erkennt, Zuständigkeiten nicht klärt oder relevante Stellen nicht rechtzeitig einbezieht.

Setzen Sie Prioritäten: Schauen Sie zunächst auf die Themenbereiche mit den meisten „Nein“-Antworten. Legen Sie konkrete Verbesserungsmaßnahmen fest und bestimmen Sie, wer für deren Umsetzung verantwortlich ist und bis wann sie erfolgen soll.

0–23 Punkte: Werden Sie jetzt aktiv

Die grundlegenden Strukturen für den Umgang mit neuen Digitalanforderungen fehlen noch oder sind bislang nur punktuell vorhanden.

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme: Welche neuen Regelwerke betreffen Ihr Unternehmen? Wer kümmert sich jeweils darum? Wann wird der Datenschutz eingebunden? Und wie arbeiten Datenschutz, IT, Informationssicherheit, Compliance und Fachbereiche zusammen?

Versuchen Sie nicht, alle offenen Punkte gleichzeitig zu lösen. Klären Sie zunächst die wichtigsten Verantwortlichkeiten und schaffen Sie feste Abläufe für neue Digitalprojekte. Anschließend können Sie weitere Lücken Schritt für Schritt schließen.

So gehen Sie jetzt weiter vor

Die Gesamtpunktzahl gibt Ihnen eine erste Orientierung – wichtiger sind jedoch Ihre einzelnen Antworten.

Schauen Sie deshalb, in welchem der fünf Themenbereiche Sie besonders häufig „Teilweise“ oder „Nein“ angekreuzt haben.

Praxistipp

Wählen Sie aus Ihrem schwächsten Themenbereich zwei oder drei konkrete Punkte, die Sie zuerst angehen möchten. Legen Sie Verantwortliche, Maßnahmen und einen Zeitrahmen fest. So wird aus Ihrem Ergebnis direkt eine To-do-Liste für die Praxis.

Arbeitshilfen

  • Checkliste: Digital-Check

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Dr. Anna-Kathrin Mauch ist Rechtsanwältin und Europajuristin mit Erfahrung im Vertrags- und Datenschutzrecht. Sie bringt Datenschutz verständlich und praxisnah auf den Punkt.

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